Mittwoch, 1. Februar 2012

Siehste

Sie ist oberflächlich geworden. Wer von Ihnen kann das bestätigen?
Natürlich ist sie oberflächlich geworden! Sie besitzt ein teures Handy, das mit dem Apfel, gibt viel Geld aus, das sie nicht hat, für Dinge, die sie nicht braucht. Mit Geld konnte sie zwar noch nie umgehen, aber seit dem sie es für Dinge, die unserer Meinung missfallen, ausgibt, beäugen wir sie stets kritisch. Ihr Humor ist uns etwas zu kindisch, häufig viel zu absurd oder zu sexistisch. Darüber lachen wir nicht. Und die Schilderungen ihres Lebens interessieren uns auch nicht, schließlich redet sie nur von oberflächlichen Dingen. Von dem, was sie lustig findet, vom iPhone, von Katzen. Nie spricht sie mit uns über ihre Zukunft oder zeigt, dass sie auch das Vermögen besitzt, über ernstere Themen zu sprechen. Man könnte meinen, sie sei völlig hohl in der Birne. Und nicht interessiert an unserem viel alternativeren, spannenderen und regelkonformeren Leben. Sie ist asozial, unordentlich, stinkt und lässt ihre Freunde links liegen für irgend einen Typen, in den sie sich verliebt hat. Sie dramatisiert, will doch nur Aufmerksamkeit durch ihre Heulerei!
Wir husten, weil wir ihren banalen Scheiß nicht wissen wollen. Wissen wir denn, dass sie zwar eine intrigante Kuh ist, aber dennoch Gefühle besitzt? Sogar sehr viele. So überemotional wie sie ist, sollten wir das doch eigentlich wissen. Und was ist mit ihrem Verstand? Wir trauen ihr nicht viel zu. Und eigentlich interessiert es uns auch nicht, was sie denkt. Oder was für ein Mensch sie ist. Das, was wir von ihr sehen, was wir von mir miterleben, reicht aus. Wir halten sie für oberflächlich.

Natürlich kann man nicht immer für alle Menschen interessant sein, jedoch gibt es häufig Leute, die man schätzt. Besonders bei mir ist es so, dass ich sehr hohe Ansprüche an andere Menschen (aber auch an mich selbst) habe und ich mich nur freiwillig auf Dauer mit ihnen abgebe, wenn sie diese auch in etwa erfüllen. Sie brauchen Grips, Fantasie und vor allem genug Humor. Es mag ihnen zwar des Öfteren an Einfühlungsvermögen mangeln, aber ich komme gut mit ihnen aus. Dann gibt es Menschen, die ich mag, obwohl ich sie nicht näher kenne. Ich würde sie gerne näher kennen! Aber nein. Es ist nämlich fast immer so, dass eben jene Menschen mich nicht beachten, mich für dumm oder seltsam halten. Klar, man ist nicht mit allen kompatibel, aber es kratzt doch irgendwie schon sehr an meiner Selbstwahrnehmung, wenn andere mir immer wieder das Gefühl vermitteln, ein uninteressanter und mangelhafter Mensch zu sein, den man für sein komplettes Dasein kritisieren kann, auch ohne ihn wirklich zu kennen.

HrrrmbnbbllGrrrmmbllb


Samstag, 9. Juli 2011

3 Stunden Schlaf

Nach nur etwa 3 Stunden unruhigen, aber dafür traumerfüllten (hehe) Schlafs sitze ich kerzengerade (mehr oder weniger, sprich eingekauert und krumm, so wie kein Physiotherapeut das sehen will) in meinem Bett und denke über Gott und die Welt nach. Wobei meine Gedanken sich doch eher um die Welt und das was darauf geschieht, konkret um das, was in meinem unbedeutenden, für mich aber überaus bedeutenden und angeblich ereignisreichen Leben, so vorfällt; also weniger um Gott und praktisch auch nur um einen sehr kleinen Teil der Welt, der sich (darüber hinaus auch noch) zu einem so großen Teil in meiner Phantasie abspielt, dass ich mich gar nicht trauen dürfte, es als Leben zu bezeichnen, ist es doch nicht mehr als aneinandergeknüpfte Gedanken und Zweifel, die hie und da in Form von Monologen in die Welt hinaus oder auch nur in den Gehörgang des nächstbesten Hochbegabten getragen werden. Und weil ich schon immer mal einen solch langen Satz mit solch wenig Gehalt verfassen wollte, klopfe ich mir nun stolz auf die eigene Schulter, um das üble Grummeln meines Magens, der aus irgendwelchen Gründen rebelliert (und dies dann brav mit Tequila bezahlen darf), zu übertönen. Wachgehalten hat er mich, ein bisschen. Oder es waren all die Gedanken, die, je weiter ich in den Schlaf einsank, zu klareren Vorstellungen wurden, aufgrund meines "Zustandes" aber wohl eher als Träume angerechnet werden müssen. Diese Gedanken also, die Frau besonders gerne hegt, wenn sie sich in ihrem kleinen Universum der selbstverschuldeten Unmündigkeit- entschuldigt, falscher Text. Mal wieder irgend ein Gedanke hier reingerutscht, der eigentlich woanders hingehört. Kennt ihr das? Irgendwo biegt einer dieser Gedanken falsch ab und landet, vorher muss er sich irgendwo im Unbewusstsein befunden haben, plötzlich mitten in eurem Denken (mit welchem er konkret eigentlich herzlich wenig zu tun hat). Ein bisschen seltsam, nein, eher gemein, wenn er einem einen anderen Gedankengang verpfuscht indem er sich vordrängelt, als sei er von höherer Priorität. Aber wo war ich? Genau. Ähm.. nein. Also irgendwie.. schien mein Hirn nicht ganz zur Ruhe kommen zu wollen, so wie es das immer tut, wenn ich Tequila und andere "Leckereien" getrunken und mich mit tollen Menschen unterhalten habe. Gerade wenn ich absinke in das Reich der Träume oder einfach nur in einen Zustand, in dem sich mein Körper regenerieren will und soll (denn das hat er auch bitter nötig, nach so einer Nacht - höhö), kommen sie aus ihrem Versteck, verlassen mein Sprachzentrum (oder welche Hirngergion auch immer) und tänzeln vor meinen inneren Sinnen (denn ich höre sie vielmehr als dass ich sie sehe) und veranstalten ihr eigenes kleines Konzert, als feierten sie, endlich in die Freiheit (mehr oder weniger) gelangt zu sein. Und wenn sie mit Luftschlangen meine Gehirnwindungen eingetüdelt haben, habe ich eigentlich schon gar keine Lust mehr, mich ihnen zu widmen. Aber da sie nunmal in meinem Kopf wachsen und gedeien oder einfach nur durch eine jungfräuliche Geburt irgendwoher erscheinen, kann ich sie ja schlecht ignorieren. Vor allem, weil sie bei weitem das genialste sein müssen, das mir seit langer langer Zeit in den Sinn gekommen ist. Ob dieses Empfinden, diese automatische Bewertung jener Gedanken als absolut wertvoll und wichtig, viel bedeutsamer als mein sonstiger Hirnmüll, mit meinem einschlafenden Zustand zusammenhängt, oder ob die besten Gedanken einem kommen, wenn man sich nun eben mal gerade ins Schlummerland begibt (ich tendiere mehr zu dieser Variante), kann ich nicht genau sagen, nicht einmal im Kopf eine logische Antwort finden. Aber wie auch finden, wenn ich so viele bedeutungslose aber wenigstens irgendwie amüsante Worte aneinanderreihe, als seien sie unglaublich wichtig. Das geschilderte ist doch eine bekannte Problematik, joar.  Warum aber hat gerade mein Herz dieses Mal so getan, als sei es etwas anderes? Als seien die Gedanken von größerer Bedeutung, von Bedeutung für sein eigenes Fortexistieren oder gar für eine eventuelle Erhebung in einen glücklicheren Zustand. Hm?
Vom ursprünglichen Pfad abgekommen das bin ich. Liegt es an meinem Magen, der noch immer rumort, als hätte ich ihm Unrecht getan? Oder doch an der Müdigkeit, die, als hätte sie dort temporär eine Ferienwohnung bezogen, von meinen Augeninnenwinkeln zurück in meine Äuglein kriecht (mit der Grazie einer vom Rollator begleiteten Rentnerin) und diese zuquetscht, als seien sie nicht schon verquollen genug.
...

Nunja, beende ich den abgebrochenen Gedankengang, der durch heftige Twittereien nachempfundener Gefühle der gestrigen Nacht kurzzeitig unterbrochen wurde, doch mal wieder mit meinem Lieblings Einleitungswort: Nunja. Nunja, ich muss zugeben, dass das alles nicht gerade das ist, was ich schreiben wollte, aber als ich mit dem Niederschreiben dieser Worte begann, befand ich mich auch noch (zumindest mehr als jetzt, denn als wach möchte ich mich noch immer nicht bezeichnen) in einem Zustand dezenten Halbschlafs, in welchem die Worte bekanntlicherweise ja nur so aus meiner Hirnrinde sprudeln und die abstrusesten Formen annehmen, bevor sie alle ihre genialen Freunde einladen, bis ich komplett überlastet unter all dem Aufschreibenswertem zusammensacke oder zumindest ein paar Millimeter mehr in meine Matratze sinke, als beschwere jeder neue Gedanke mich um mehrere Gramm (ach deswegen wiege ich soviel, aaahja!).
Was habe ich mit diesem Text erreicht? Habe Gedanken über Gedanken geschildert und irgendwie, so ganz am Rande, noch erläutert, warum die paar Stunden Schlaf nicht die entspannendsten waren, sondern mehr etwas von geistigem Marathon, aber mit keineswegs unangenehmem (Muskel-)Kater, hatten. Schön war's trotzdem. Was all die plötzliche Denkerei ausgelöst hat, woher die Inspiration kommt und ob ich wirklich so blöde bin, wie es scheint.. nun, das erfahrt ihr das nächste Mal, wenn es wieder heißt, "chiaki kloppt in die Tasten und dröhnt die geistigen Ergüsse hinaus in eine Welt, die sich über handfeste Erdnüsse eher gefreut hätte". Oder zumindest so ähnlich.

Ja hallo! Ich habe euch auch vermisst. Nein ehrlich, ist schön, wieder hier zu sein. Etwas "Richtiges" wird es bei Gelegenheit geben, wenn ich meinen Schlaf nachgeholt und meine Gehirnwindungen gebändigt habe. Bis dahin müsst ihr Vorlieb mit diesem ..Schrieb hier nehmen. Nichts für Ungut, ich liebe euch alle. Peace. :)

Und zum Abschluss noch diese zwei wuuunderhübschen, gerad eben entstandenen Profi-Foddos:




Montag, 18. April 2011

Geburtstagseinladungen, Prinzessin Wurst und der Stand der Dinge


..hach, was ein wundervoller Titel! Hach was eine wundervolle Wurst! XD Hier geht es mal wieder um meinen anstehenden Geburtstag, nur so zur Info. ;D

Eigentlich wollte ich die Einladungen schon Mitte März erstellen. Ja .. aber eben nur eigentlich. Das Gejammer war groß, die Frage, wann die Einladungen denn endlich kämen, kam häufiger auf und ich versank zu alledem auch noch in diversem Schul- und Gefühlsstress. Keine sonderlich tollen Voraussetzungen für das Organisieren einer Party, aber okay. Irgendwie hat alles ja letztendlich doch funktioniert. Wo ich vor 24 Stunden noch heulen wollte und schon fast vorhatte, ewig hier im Blog über irgendwelchen emotionalen nonsense zu lamentieren, ist mittlerweile wieder alles in Ordnung. Es ist zwar schwierig ohne Auto und ohne die erhoffte Unterstützung meiner Familie, dennoch wird es schon irgendwie klappen. Ganz tatenlos zusehen tun sie ja doch nicht.

Die tatenlose war nämlich eigentlich ich, bin ich doch sehr dem Konflikt zwischen eigenen Ansprüchen, Erwartungen anderer und der unvorteilhaften eigenen Unfähigkeit verzweifelt. Es ist eben nicht immer alles schön und einfach, chiaki! >__<

Jetzt aber zum eigentlichen Thema, dem Geburtstag und dessen Vorbereitungen! Hehehe.


Sonntag, 17. April 2011

Post vom Lebensmittel Online-Shop - saymo Review


Na ubs, davon habe ich euch ja noch gar nicht erzählt! Vor lauter Gedöns, Stress und Veranstaltungen kam ich gar nicht dazu, euch von einer sehr coolen Bloggeraktion zu berichten, an der ich schon vor einiger Zeit teilgenommen habe.

Und zwar habe ich auf einem Blog einen Link zu diesem Post auf dem Blog von saymo entdeckt. Saymo ist ein Lebensmittel Online Shop. Sprich ein Onlineshop, in dem ihr das kaufen könnt, was ihr sonst im Supermarkt in der Nähe erwerbt.
Die Idee eines solchen Onlineshops ist meines Wissens noch relativ neu. Dass man bei einem gewissen Versandhaus mittlerweile auch Lebensmittel kaufen konnte, hatte ich irgendwie mitbekommen, mich aber nicht weiter dafür interessiert, da die Versandkosten meist höher als der eigentliche Preis der Artikel waren. Als ich nun aber von der Bloggeraktion von saymo erfuhr, dachte ich mir, dass ich es doch einfach einmal ausprobieren könnte, das Einkaufen im Internet.
Bisher hatte ich nur Bücher oder Klamotten online gekauft. Auf die Idee, auch Essen, das ich in jedem Supermarkt an der Ecke kriege, im Internet einzukaufen, kam ich nie. Da man bei der Bloggeraktion einen Gutschein im Wert von 10 Euro erhielt und auch die Versandkosten nicht selbst bezahlen musste, war ich natürlich sofort begeistert dabei und habe gleich eine Mail an saymo geschrieben. Wenn man schon mal die Chance bekommt, etwas zu testen worauf man ja schon irgendwie neugierig war.. Glücklicherweise durfte ich an der Aktion teilnehmen und erhielt schon kurz darauf den Code, der mir meinen gratis Einkauf ermöglichte.

Da es bei der Aktion aber nicht bloß um's Einkaufen ging, sondern das eigentlich wichtige meine Meinung zum Onlineshop von saymo ist, teile ich euch hier nun meine Erfahrungen mit.


Dienstag, 12. April 2011

viel passiert

Im Kopf, im Herzen, im Alltag, in der Schule, in der Realität. Routine, wo nie wirklich eine war (denn mehr als ein eingeschlafenes Dasein ohne wirkliches Bewusstsein war es nie) wird durch die verrücktesten, seltsamsten Zwischenfälle völlig zerstört. Und wieder einmal finde ich bei alledem nicht die Zeit, wirklich klare Gedanken zu fassen, geschweigedenn fernab von den ganzen Geschehnissen auch noch zu bloggen. Und das, wo ich doch über so vieles erzählen wollte! Allerdings fehlt mir dafür gerade die Ruhe, die Klarheit im Kopf (wann herrscht denn da schon einmal Klarheit?!) und die Entschlossenheit, ob es wirklich so weiter gehen soll, oder ob ich nicht endlich beginnen sollte, etwas zu ändern. Und wenn man schon vor großen Entscheidungen im "richtigen Leben" steht und dort kaum weiß, wohin man sein Köpfchen drehen soll, ob man sich umortientieren soll und wie man das beste aus der Situation macht, müssen andere Aktivitäten wie Zeichnen, Lesen oder auch einfach nur das Surfen im Netz eben warten. Unwichtig in Anbetracht dessen, dass ihre Bedeutung für meine Zukunft relativ gering ist.
Das Internet als bloße Ablenkung, eigentlich mehr Informationsquelle. Vorerst sollte ich mich einfach mehr meinem Leben und weniger meiner Online-Präsenz widmen. Dennoch erzähle ich kurz ein Bisschen, was so los ist.

Ich könnte mit den banalen Dingen wie ENDLICH ist die letzte Klausur vor den Ferien geschrieben und ich kann ..entspannen. Nicht ganz, denn mein Geburtstag steht an und dafür gibt es viel zu tun!
Endlich habe ich auch die Einladungen fertig und schon ein paar davon verteilt. Ängste von wegen Fragen wie "Warum lädst du Leute ein, die du gar nicht kennst?" bestätigt.
Diverse Gespräche, Gefühlsausbrüche am Telefon, Schulgefühle und irgendwelche undurchsichtigen Bewusstwerdungen. Was bringt es mir? Letztendlich lässt es mich nur noch verwirrter zurück, wirft mich aus meinem pseudo Rythmus.



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