Dienstag, 8. Februar 2011

Die Worte wanderten aufs Papier und die Tränen ins Kissen

ursprünglich "Jodocus Kwak versus undisclosed desires"
entstanden: letzte Nacht. Ist nicht mehr aktuell, also keine Sorgen machen! :P


Manchmal kommen einem komische Gedanken. Oder eher: komische Gefühle, auf welche das Hirn dann mit irgendwelchen Gedanken reagiert. Immer weiter spinnt es diese, sie nehmen abstruse Formen an und verwirren bzw. deprimieren nur noch mehr. Und das, wo ich doch gehofft hatte, sie könnten mich trösten.
Kommen tun sie einem, wenn man das verheulte Gesicht gerade zufällig im Spiegel erblickt und anschließend Duschen geht. Sie wirren und schwirren, werden vom Wasser hinweggespült, sodass das hier nur die verbliebenen Überreste darstellt. Nichts besonderes, denn so reihe ich meine Wörter immer aneinander.
"Heute wäre ich gerne mehr Jodocus Kwak" war einer der komischen Gedanken. Aus seinem "Warum bin ich so fröhlich, so fröhlich, so fröhlich? So unbeschreiblich fröhlich, so fröhlich war ich nie" wurde ein "Warum bin ich so traurig, so traurig, so traurig? So unbeschreiblich traurig, so traurig war ich nie!", das vom Moment der mich erschlagenen Traurigkeit bis hin zum Nasswerden in der Dusche in mir herumspukte. Ich wäre gern ein Bisschen mehr wie er, gerne fröhlicher, glücklicher. Auch wenn er, soweit ich mich erinnere, dies auch nicht immer war. So möchte ich doch diese lastende Traurigkeit loswerden. Denn wenn sie mich so heimsucht, aus mir unerfindlichen Gründen, kommt sie nicht alleine, sondern bringt ihre kindischen Freunde, die komischen Gedanken, mit. Wie ist das mit dem Traurigsein- Ich versuche zu ergründen, was los ist. Und "So traurig war ich nie." stimmt nicht einmal.

Die Essenz des Daseins, oder der Existenz der positiven Gefühle.. kann man ich überhaupt jemals eigenständig glücklich sein? Denn was habe ich denn schon, was mir Freude und schöne Gefühle bereitet? Mein Talent, könnte man meinen. Doch besteht eben dieses nicht auch nur wieder darin, mich in einer anderen Welt zu verkriechen, dort einzunisten, solange wie nur möglich? Das ist Flucht aus der Realität, in der ich die schönen Gefühle doch eigentlich suchen wollte. Meine Freunde machen mich zwar des Öfteren glücklich, amüsieren mich eher gesagt, doch was bedeutet das für mich? Für mein "Selbst"? Ich selbst, ganz eigenständig, will mich gut fühlen. Ich finde nichts, was mich zu diesen Gefühlen bringen könnte, keine meiner Taten. Es muss doch etwas geben, dass ich schaffen kann, mit meinem Geist oder meinen Händen, das mir Zufriedenheit und ein Bisschen Glück beschert. Etwas was ich sehe kommt nicht in Frage, denn ich möchte ja etwas selbstgemachtes. Es gibt also nichts, was mich so einfach mir Glück erfüllen kann. Keine innere Kraft, Energie, die mich erhellt und erhält. Ist das der Fluch eines jeden Daseins? Was ist schon glücklich, wenn der Mensch nicht vermag, es aus sich selbst heraus zu erschaffen.

Ist es der Stress, der mich zu sehr belastet, sinds die Hormone? Ich schlafe schlecht, träume ständig davon, an Krebs zu leiden und wache am nächsten Morgen total durchgeschwitzt auf. Also erholsamen Schlaf nenne ich etwas anderes. Ich mag es nicht, so labil zu sein. Aber ist weinen denn verboten? Ich würde am liebsten keinen Grund finden, weinen zu müssen. Statt grundlosem Weinen kein Grund mehr überhaupt Tränen zu vergießen. Ohne diese traurigen Gefühle muss es doch auch gehen.

Es ist die Lebendigkeit, die fehlt. Das innere Feuer, das mich antreibt, das, was es mir ermöglicht, mir die Glücksgefühle selbst zu erschaffen. Doch was bringt es mir, diese ewige Sehnsucht nach dem Leben, das ich nicht habe. Sie hat mich noch immer nicht befreut und frei von ihr werde ich wohl auch nicht sein können.
Was ist das schon, Lebendigkeit? Vielleicht nunmehr ein Hirngespinst von mir, denn vielleicht fühlt sich ja ein jeder so wie ich, erlebt das Leben und Dasein auf dieser Welt so fahl wie ich. Ich brauche den Gedanken und den Neid gar nicht, denn die Leben der anderen sind kaum intensiver als das meinige. Dann bräuchte ich mich nicht mehr fragen doch ich frage, verlange nach mehr. Mehr Intensität, Erfüllung, denn das was hier bei mir so vom Leben ankommt ..das kann doch nicht alles sein. Da muss ein Gefühlsspektrum sein, das sich mir noch nicht erschlossen hat (und es auch nie tun wird, bei dem Mist, der da in meinen Zellen translatiert und produziert wird). Vielleiht ist das das normale menschliche Dasein. Diese Existenz. Wir haben nichts, es gibt nichts, was si ist, wie ich dieses "Leben", das ich mir vorstelle. Diese intensive Lebendigkeit, fern von dem, was ich habe und bin. Da muss doch mehr sein! Ist Ist alles nur ein selbstgeschaffener Wahn? Statt Gefühl erschaffe ich mir Wahn? Zwinge mich regelrecht, zu glauben, dass da mehr ist, dass ich, so wie ich momentan bin, unvollständig bin. Ewig diesem "mehr" hinterherzusehnen bringt mich nur vom eigentlichen ab. Von der Ralität, von der ich denke, nicht in ihr zu leben, und das, wo ich dieses doch eigentlich tue, ohne es zu merken. Zu undurchsichtig ist diese Brille der selbstgeschaffenen Verblendung.

Scheiß Teenagerdasein. Der Wortmist da! Und diese Egozentrik, UF. Anstrengend!

Wie ein Mange mich mitnimmt, in eine andere Welt zieht, mich von hier erlöst und endlich mehr spüren lässt. Seltsam ist es, herumzulauen und das hier, die Umgebung, wieder als Realität zu erkennen, annehmenzu müssen. Nicht wahr haben will ich es, wie ich von der einen Welt wieder in die andere rutsche und all das Schöne, das mich als fragiles Netz umgarnte, wieder lasse.
Was bringt es mir für mich, mich in diesen Welten aufzuhalten? was bringt mir das lösungssuchende Denken, das versucht Erlösendes zu finden, mich letztendlich aber nur von der Welt loslöst? Alles was zu finden ist, kann die aktuelle Traurigkeit nämlich nicht besänftigen.. ist es doch zu unreal, nicht von dieser Welt, unbefriedigend. Es entspringt nur meinem Kopf und meiner zeichnenden/schreibenden Hand. Ich denke an eine Zeichnung einer glücklichen Begebenheit, die ich anfertigen könnte, um mich aus der Traurigrigkeit zu retten. Der Gedanke fruchtet nicht, es keimt keine HOffnung auf "Soothing". Die Trauer bleibt, der Gedanke des eigenen Unvermögens, mich selbst aus dieser unerklärlichen Traurigkeit zu retten wächst und gedeiht. Ich könnte ein schönes Buch lesen, mir glückliche Szenen / Situationen ziwschen Marry und reila ausmalen. Das alles beglückt mich nicht mehr. Entfacht beim ersten in-Erwägung-ziehen nicht einmal Hoffnung, sondern säht nur noch mehr Unmut in meinem matschigen Herzen. Es ist ein so schmerzhaftes Gefühl, mir einzugestehen, dass ich die Geschichte verloren habe. Auseinandergelebt.

So nunja. Also habe ich gestern geheult, aus unerklärlichen Gründen, seltsame Traurigkeit verspürt. Dabei entstehen seltsame Texte, absurde Thesen und seltsame Gedanken, die es irgendwie in Worte zu fassen gilt. Und letztendlich schaffe ich es nicht, weil der Gedanke noch so unausgereift ist, dass seine Ausführung auch nicht viel taugt. Blahblahblah.
Mein Wochenende war zu 66% schön. Ich muss mal wieder mehr alltägliches bloggen, wenn Zeit ist. Hoffentlich geht es euch gut und ihr müsst nicht solche arg seltsamen Texte verfassen. ;P

Und von wegen Judocus Kwak - ich MUSS diese Serie auf DVD haben. Beim Gedanken daran werd ich ganz glücklich, melancholisch, sentimental. Kindheit!


Kommentare:

HARDC0REPUEPPiiEH hat gesagt…

puh O.o das war verwirrend.
n i.einer form kann ich dir folgen (auch wenn du dich ständig wiederholst)
die leere umschließt jeden einmal, der gedanke an mehr, der suche nach glückseeligkeit & das eigene Zweifeln an der bestehenden Situtaion.
da biste zumindest nich allein ;D
hmmm..
& heulen an sich schadet auch nie ^^
das befreit den geist ;D

Käferchen hat gesagt…

Ein sehr schöner Text. Ich konnte mich persönlich gut damit identifizieren.

Ich denke mir manchmal, mein Leben sei irgendwie erlahmt. Es 'passiert' irgendwie nichts mehr, nichts was mich mal mitreißen könnte, was das "Feuer in mir entfacht", wie du es, glaube ich, auch ausgedrückt hast.
Es gibt Phasen - und zwar eigentlich jeden Tag - die mich das vergessen lassen. Die mir das Gefühl geben, dass doch etwas in meinem Leben geschieht.
Doch dann ist die Phase wieder vorbei und ich sitze da und fühle mich so ausgelaugt. Fühle mich... sinnlos. Ich lebe nur vor mich hin. Dabei habe ich noch nicht einmal viel gesehen.
Vielleicht liegt es daran.
Vielleicht liegt es an der Wintermelancholie, die mich hin und wieder befällt.
Vielleicht liegt es daran, dass es mir vorkommt, als ob ich eines der wichtigsten Dinge im Leben noch nie kennengelernt habe.
Vielleicht liegt es an nichts.
Vielleicht ist es einfach so.
Vielleicht ist da wirklich nichts "mehr", doch das möchte ich nicht akzeptieren.
Und wenn ich aus meinem blauen Käfig ausgebrochen bin, wandelt sich das blau vielleicht auch IRGENDWANN einmal in ein rot flackerndes, lebendiges Feuer...
Vielleicht...

Anonym hat gesagt…

Dieses Gefühl kenne ich, ganz plötzlich ist man traurig man grübelt weshalb.. und kommt dennoch nicht drauf. Man fühlt sich so leer und unnütz, teilweise fühlt es sich wie ein Albtraum an doch das Aufwachen ist so unsagbar schwer.. ich hoffe dir geht es bald besser ich fühle mit dir ich hatte schon angst nur ich wäre so o.O
Kopf hoch ♥

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